Science-Fiction Klassiker Star Trek: The next Generation ist 35

von admin (Kommentare: 0)

Science-Fiction Klassiker Star Trek: The next Generation ist 35

Star-Trek The-next-Generation ist 35Die Star-Trek-Urserie (TOS), bei uns als “Raumschiff Enterprise” bekannt, kennt wohl auch fast jeder.
Nachdem die Urserie eingestellt worden war und die Original-Crew nur mehr im Kino flog, so mussten die Fans 18 Jahre lang warten, bis wieder eine Enterprise im Fernsehen unterwegs war.
Am 28. September 1987, genau heute vor 35 Jahren, war es dann endlich so weit, die Enterprise-D hat als “Star Trek: The next Generation”, kurz TNG oder im deutschsprachigen Raum “Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert”, abgehoben.

Und das, was diese Serie geschaffen hat, ist gewaltig und wirkt bis heute nach. Ein unvollständiger Auszug davon:

  • Eine spannende, anspruchsvolle, faszinierende und nahezu zeitlose Science-Fiction-Serie
  • Wiederbelebung von Star-Trek im Fernsehen und erfolgreicher, 1. Generationswechsel im Star-Trek-Universum, nach dem Fernsehen später dann auch im Kino
  • Für den Phantastik-Boom Mitte der 1990er entscheidend mitverantwortlich
  • Damals und heute immer noch gemeinsam mit der Schwesternserie “Deep Space Nine” (DS9) sowie Babylon-5 (B5) für mich eine der 3 besten Science-Fiction-Serien aller Zeiten
  • Bis heute Star-Trek, Science-Fiction und die Populärkultur insgesamt prägend.

Nachdem ich ja schon zum 25. Jubiläum der Serie 2012 und zum 30. Jubiläum 2017 ausführliche Würdigungen in meinem alten Blog geschrieben habe, möchte ich bei den schon ausgeführten Aspekten kurz halten und für Details auf diese weiterverweisen.

Auf den Punkt gebracht, was TNG ausmacht und auszeichnet

  • Intellektuell anspruchsvolle, aufwändige und spannende Science-Fiction im bekannten Star-Trek Universum
  • Starke Geschichten und Schauspieler
  • Stets viel „phantastischer Realismus“ und hohe moralische Standards in der Serie
  • Technische Faszination durch Futurismus
  • Mit Jean-Luc Picard ein Captain, der es geschafft hat als fiktiver Charakter zur moralischen Autorität im wirklichen Leben zu werden
  • Toleranz sowohl gegenüber neuem, als auch gegenüber Menschen mit völlig anderen Ansichten als man selbst.

Vor allem der letzte Punkt ist für mich angesichts immer stärkerer gesellschaftlicher Polarisierungen in der echten Welt ganz entscheidend.
Gerade alle Fans dieser Serie sollten sich nicht an spaltenden Grabenkämpfen beteiligen, sondern gerade auch mit den Andersdenkenden Dialog und Kompromiss suchen.

Ich habe ja erst mit Zeitverzögerung, ab 1994, die Gelegenheit gehabt, die Serie regelmäßig zu schauen, weil wir zuhause erst da Satellitenfernsehen bekommen habe. Da aber dann fasziniert und begeistert!

Mir gefallen sowohl Action-lastige Episoden wie „Der Kampf um das klingonische Reich“, „In den Händen der Borg / Angriffsziel Erde“ oder „Die Reise ins Ungewisse“.
Und auch moralische Episoden wie „Wem gehört Data“, „Das Standgericht“ und „Der Gott der Mintakaner“ .
Ebenso solche, die Action und menschliche Aspekte verbinden, wie , „Der Austauschoffizier“, „Wer ist John?“, „Das Pegasus-Projekt“ oder „Datas Tag“.

Nachdem Tele 5 die Serie aber schon seit sicher 10 Jahren rauf und runter spielt, sodass ich die Folgen fast schon auswendig kenne, bin ich jetzt einmal für längere Zeit bezüglich eigenem Anschauen gesättigt.
Ich zeige aber immer wieder einmal Episoden Freunden im Rahmen von Filmabenden.
Und speziell 2 Freunde, die eher Science-Fiction-skeptisch sind, waren von Star-Trek TNG ebenso angetan, wie von “Deep Space Nine” und Voyager (VOY).

Star-Trek-2.X

Da sind wir gleich beim nächsten Thema:
TNG hat eine neue Ära innerhalb von Star-Trek eingeleitet.

Während für mich – und da bin ich anderer Meinung als die Star-Trek-2.0-Definition von Björn Sülter -  Star-Trek-1.X alles ist, wo die Schauspieler der Original-Serie entscheidend beteiligt waren, so hat sich das mit der Next-Generation geändert:
Da hat es erstmals Star-Trek auf einem neuen Schiff, mit einer neuen Crew und in einer nochmals rund 100 Jahren späteren Zukunft gegeben.
Diese Version hat 1987 eben mit TNG angefangen, ist mit DS9 und VOY weiter gegangen und ist mit “Enterprise” (ENT) 2005 beendet worden.

Und ich muss hier ganz klar festhalten: Star-Trek-2.X ist für mich – jedenfalls bisher – die mit Abstand beste Iteration dieses Serien-Universums.

Das was seit 2009 gekommen ist, ist für mich Star-Trek-3.X – und das gefällt mir bisher eben wenig.
Vor allem die von JJ-Abrams begonnenen, neuen Filme und und Discovery sind für mich kein Star-Trek mehr.
Bei Lower-Decks und vor allem Strange-New-Worlds habe ich aber Hoffnung, dass das wieder gute Sachen sind.

Apropos:
TNG wirkt stark auch in mehrere aktuelle Produktionen hinein.
Deren Hautpdarsteller wirken allesamt in der aktuellen Trek-Serie “Picard” mit, allen voran natürlich Patrick Stewart in der titelgebenden Hauptrolle.
“Lower Decks” basiert auf einer gleichnamigen Next-Generation Episode.
Und auch eine Sci-Fi-Serie aus einem anderen Serien-Universum, “The Orville”, hat ganz starke Bezüge speziell zu TNG.

Nicht zu vergessen auch die Wirkung in der Populärkultur insgesamt, man denke an die starken Star-Trek-Bezüge, vor allem auch zur Next-Generation, in “The Big Bang Theory”.

Fazit

Angesichts mehrerer Star-Trek-Produktionen seit 2009 kommt bei mir Nostalgie und Wehmut auf, selbst wenn ich nur kurz in TNG-Episoden hinein zappe.
DAS ist Star-Trek – und nicht die von JJ-Abrams gestarteten Filme oder Discovery!

Die Next-Generation ist selbst in den 2020er Jahren noch weitgehend aktuell und gut anzuschauen. Darüber hinaus ist sie eben ein Meilenstein nicht nur für Star-Trek und auch nicht nur für Science-Fiction, sondern für das gesamte phantastische Genre.
Nach wenig und überwiegend schlechter Science-Fiction Anfang und Mitte der 1980er Jahre hat TNG gemeinsam mit Twin-Peaks und vielleicht auch noch “Zurück in die Vergangenheit” (Quantum Leap) dem gesamten phantastischen Genre neues Leben eingehaucht und Mitte der 1990er Jahre einen Boom geschaffen.

Ein Tipp beim Anschauen, für alte Hasen ein alter Hut, für Neueinsteiger aber sehr wichtig:
Wenn ihr mit dem Anschauen der Serie beginnt, dann haut nicht nach ein paar Folgen den Hut drauf, sondern gebt der Serie Zeit.
Gerade die 1. Staffel ist schwach, die 2. auch nicht so viel besser. Aber ab Staffel 3, nach dem Tod von Serienschöpfer Gene Roddenberry, ist sie dann richtig gut geworden – wobei Staffel 7 auch noch gut aber nicht die beste Staffel und ziemlich experimentell ist.

Und – wie schon oben angeschnitten – die Toleranz der Serie gegenüber Andersdenkenden insgesamt und die moralische Autorität von Captain Picard wären wichtig, dass das heute möglichst viele Menschen leben.

In diesem Sinne noch einmal alles Gute zu 35 Jahren “Star Trek: The next Generation”!

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